Reflexion zur Erhellung

Wenn sich im individuellen Menschsein das Licht der Aufmerksamkeit diffus nach außen richtet, erlebt es freudvolles Licht und leidvolle Dunkelheit.

Wenn sich im individuellen Menschsein das Licht der Aufmerksamkeit gebündelt auf die innere Mitte richtet, sucht es nach dem Verlorenen, dass nicht benannt werden kann. Auf der Suche erhellt das Licht der Aufmerksamkeit zuerst die Stellen, an denen Dunkelheit herrscht.

Es erkennt, dass die leeren inneren Plätze solange von Dunkelheit besetzt werden, bis das Licht Anspruch auf diesen Platz erhebt. Voller Schrecken richtet sich das Licht der Aufmerksamkeit wieder nach außen und errichtet dort Schutzschilde. In trügerischer Sicherheit hofft es im Außen zur Ruhe zu kommen. Aber es kommt nicht zur Ruhe, denn die Schutzschilde können niemals stark genug sein. Immer wieder beleuchtet das Licht, der Aufmerksamkeit, die bedrohliche Dunkelheit im Außen und erinnert sich.

Wenn die Sehnsucht zu stark wird, beginnt die Suche nach dem Einen, dass verloren ist, erneut. Das Licht der Aufmerksamkeit erhellt die eigene Mitte, sucht tiefer, findet tiefer, die Verbindung zum Einen, dass ewig Licht ist. Freude und innere Stille werden immer stärker, je inniger das Licht sich wieder vereint.

Abgelöst von Ängsten, sich zu verlieren, richtet sich das Licht der Aufmerksamkeit  wieder diffus nach außen. Es kennt nur die Unterscheidung: Licht oder Dunkelheit, innen oder außen, Ich oder Nicht-Ich.

Wenn die Sehnsucht wieder stärker wird, als die Ablenkung im Außen, richtet sich das Licht der Aufmerksamkeit erneut nach innen. Ganz sanft, gleitet es immer tiefer, immer mutiger findet es seinen Weg, wartet, lauscht auf die Antwort des Einen, dass ewig Licht ist.

An der Wegkreuzung des Seins und Nicht-Seins treffen sie sich. In liebevoller Umarmung eines magischen Tanzes wird alles Leid aufgelöst und tiefer innerer Friede kann in den menschlichen Körper, nach Hause, einziehen.

Das Licht der Aufmerksamkeit hat seinen Halt im Haltlosen gefunden, in der sicheren Umarmung des Einen, dass ewig Licht ist. So löst sich alle Illusion der Trennung auf. Die innere Dunkelheit bietet dem Einen, dass ewig Licht ist, seinen Platz an. Das Selbst trägt dieses Strahlen jetzt ungehindert in die Welt. Aus dem menschlichen Wesen strahlt das Eine, dass ewig Licht ist und doch ist er einer von vielen Menschen. Er darf Fehler machen und lernen. Das Leben hält noch so viele wunderbare Lernerfahrungen für ihn bereit.

 

©MHecht

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2 Kommentare zu „Reflexion zur Erhellung

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