Im Herzen

erblühe liebe Herzensblume

geliebter Seelenfunke erblickt

goldene Sterne des Himmelreiches

zu unseren Füßen

auf erleuchteten Wegen

 

©MHecht

Quellen:

Manfred Mohr. Mit dem Herzen segnen.

Märchen Sterntaler

Annette Kaiser. Eine Welt – Eine Menschheit – Ein Bewusstsein: Die Grundlagen einer universellen Spiritualität

 

Wer ist der Baum?

Heute schreibe ich länger als gewöhnlich. Es geht um die meditative Übung, die mich lehrt. Ausgangspunkt ist immer ein heiliger innerer Raum. Ein Ort meiner Seelenlandschaft, an dem ich meine innere Lehrerin treffe. Auch wenn mein Verstand oftmals verängstigst ist, habe ich gelernt, ihr zu vertrauen. Ich schreibe darüber nicht gerne öffentlich. Falls es auch nur einem einzigen Menschen hilft, dem Weg seines Herzens mehr zu vertrauen, hat sich die Überwindung schon „gelohnt“. Gerne lese ich auch, wie andere Menschen auf ihrem spirituellen Pfad zu ihren Erkenntnissen gekommen sind, daher möchte ich etwas zurückgeben.

Ich versetze mich in meditative Stimmung und befinde mich an meinem Ausgangsort. Meine innere Lehrerin deutet auf einem Baum und sagt:“ Geh hinein!“. Der Baum öffnet sich wie eine Tür und ich sehe ihn erstrahlen, ganz erfüllt von hellem warmen Licht. Langsam gehe ich hinein und verschmelze mit diesem Licht, löse mich auf. ES atmet mich. Im Ausatmen dehnt ES sich sanft aus.  Alles ist reines klares leuchtendes Bewusstsein, dass sich ausdehnt vom Anbeginn in den weiten Kosmos, immer weiter. Eine Zeit verweile „ich“ so. Dann komme „ich“ zu „meinem“ Baum zurück. Das leuchtende klare Bewusstsein, wie es ihm Baum fließt, ist tief verwurzelt mit den anderen Bäumen und der Erde. Die Krone im Himmel ist verbunden mit dem wundervollen Licht. Das stille Glück zu Hause zu sein. Alles ist verbunden. ES atmet mich. Durch die halbdurchlässige Rinde strahlt das warme liebende Licht. Ich sehe das Ich bin, dass ich nicht bin. Das „ich“ mehr ist und daher nicht ist. Sehe das da Baum ist und auch Baum nicht nur Baum ist. Ich trete aus der „Tür“ des Baumes heraus als leuchtendes wolkiges schwebendes Bewusstsein. Alles ist frei und leicht, stille Glückseligkeit und doch zieht es mich zum Baum zurück, als meine Ankerpunkt, als mein zeitweises Zuhause. Es gibt noch so viel zu erfahren.

Ich frage meine innere Lehrerin, warum das leuchtende Bewusstsein von Zeit zu Zeit zum Teil aus dem Körper austritt? Nicht nur in der Nacht, wenn wir schlafen auch bei Nahtoderfahrungen? Manchmal auch nach gezielter Übung oder als Gabe von sich aus aktiv wahrgenommen? Warum brauchen wir einen Körper, wenn das Bewusstsein auch so wandeln kann in der Welt?

Mein Verstand kann die Antwort nicht ganz erfassen. Es ist auch schwierig in Worte zu fassen, da ich es als reine Bildsprache des Herzens wahrnehme.  Ein Versuch: Das reine Bewusstsein ist ein Teil von IHM. Es kann einen wichtigen Teil des Erkenntnisprozesses nur durchlaufen, wenn es einen Körper (eine Basis) hat. Es strebt wieder in die Vollkommenheit und um bestimmte Teile des SEINS zu integrieren, muss es den Körper für kurze Zeiträume verlassen. Manche Erkenntnis/Heilungsprozesse benötigen einen Körper, ein aktives Tagesbewusstsein, mache brauchen lediglich die menschliche Essenz, die leuchtende klare liebende Wolke des Herzens-Lichts. Die Botschaft ist so simpel und auch nicht neu. Der Verstand hätte es lieber komplizierter. Das Ego würde lieber jetzt eine weltbewegende Neuerung verbreiten, ein neues gefundenes Himmelreich verkünden und sich mit Lorbeeren schmücken. Doch da ist nichts. Gleichzeitig ist alles da. Mein Herz lehrt mich tiefste Bescheidenheit und erstrahlt voller Glückseligkeit. ES ist einfach da, so einfach, so wundervoll. Einfach jetzt. Seit Anbeginn und doch im ständigen Wandel des Erkennens.

Was also tun? Werde wach, Schritt für Schritt. Lasse deine Sinne von deinem Herzen erwecken. Siehe dein inneres liebevolles Licht. ES erweckt den Körper mit seinem Klang. Versuche ihn nicht krampfhaft zu überwinden, er ist zu wichtig für deinen Weg. Höre den Klang. Es singt. Wer singt?:“ Höre, siehe, rieche, schmecke, taste, erfahre MICH. wisse jetzt. Ich bin. Vertraue. Lasse dich führen mit Hingabe, denn dein Herz kennt den Weg zum Geliebten, das Licht ist. Lass uns wieder gemeinsam Schritt für Schritt in die liebevolle Vollkommenheit gehen. “

 

Namaste

MHecht

In diesen Momenten

wenn sich die Trennung von hier und dort aufhebt

wenn sich der Schleier von real und irreal lüftet

wenn der Verstand verzweifelt ins Leere greift, wo sonst sein Netz halt bietet

wenn die Angst mein Herz fest umklammert hält

Wann werde ich verrückt?

Jetzt! Wenn ich liebevoll die Umklammerung löse,

ganz befreit mein Herz aufatmen lasse, in tiefen Vertrauen

wach erinnernd, wie das Licht in meinen Wurzeln strömt,

sanft verwachsen, im ewigen Austausch, im lichtvollen Einen

sich auflösend und neu gestaltend, in jedem Augenblick

im individuellen Ausdruck des Hier Seins, in diesem Moment

 

©MHecht

 

inspirierende Quellen:

Der Kabbalistische Lebensbaum. Autorin: Katja Wolff

Hörst du wie die Bäume sprechen? Eine kleine Entdeckungsreise durch den Wald.  Autor: Peter Wohlleben

Der Weg durchs Feuer.Tagebuch einer spirituellen Schulung durch einen Sufi‑Meister. Autorin: Irina Tweedie

 

 

Erkenne DICH jetzt! in der Welt

Klang der Sehnsucht, ER ruft mich, lässt meinen Verstand erschaudern,

lieber Verstand, lass mich aufbrechen, lies dieses Rätsel, dass unlösbar erscheint.

So lasse ich mich tragen, tief geborgen im Boot des Vertrauens,

folge dem Fluss des Herzens,

segle mit dem Wind der Hingabe,

von den Stromschnellen der Angst hin- und her geworfen,

lasse mich tragen, immer weiter, immer tiefer, in tiefster Sehnsucht

in bodenlose dunkelste Nacht,

bis der Klang der Sehnsucht verstummt

in friedvoller Stille HIER, im weiten tiefen Ozean IST Frieden

Im Boot des Vertrauens, mit offenen Herzen,

in den betenden Händen liebevoll haltend, die keimende Hoffnung

wird Gnade zu teil

Aus tiefsten Urgrund

des verschmelzenden SEINS

im glückseligen leuchtenden EINEN

 

Liebes SEIN,

leuchtend und liebend,

SEI jetzt! Erkenntnis in der Welt.

©MHecht

 

Erden

Ich habe es zu Anfang meiner spirituellen Reise noch nicht erkannt, wie wichtig es ist, wieder ganz verbunden mit beiden Füßen auf der Erde zu stehen. Spirituelle Entwicklung kann manchmal sehr anstrengend sein und um eine innere Energiebalance zu erhalten gibt es wahrscheinlich so viel Möglichkeiten, wie es Menschen gibt ;). Im Sommer erdet mich die Beschäftigung im Garten und mit meinen Tieren: 3 Enten mit hoffentlich bald Küken, 10 Wachteln und regelmäßig Küken, 4 Zwerghühner und 2 Zwergangorakaninchen. Die Kaninchen dürfen zu zweit leben und haben im Schuppen einige Quadratmeter Platz zum Toben. Im Sommer dürfen sie natürlich auch raus, auf die Wiese. Im Winter sind es eher handwerkliche Tätigkeiten im Haus, die mich erden. Neben dem Kochen und gelegentlichen Renovieren ist auch das Handarbeiten für mich sehr effektiv. Auch wenn ich facebook eher kritisch sehe, gibt es sehr interessante Gruppen, die gute Tipps für Anfänger geben können, sowie günstig Rohstoffe anbieten. Die effektivste Methode mich zu erden habe ich in der Verarbeitung von Schafrohwolle zur Kleidung gefunden. Die ungewaschene Wolle sortiere ich vor, wasche kleine Teile daraus, kämme sie mit einfachsten Mitteln und verspinne sie. Da ich weder stricken noch besonders gut häkeln kann, liebe ich es Nadelzubinden, zu weben und die kurzen Fasern zu filzen. Fasern, die zu kurz oder zu dreckig sind, dürfen zur wunderbaren Bodenaufbereitung auf den Kompost / ins Beet. Einige Vögel haben sich bereits ein paar Angorahaare zum Nestbau entwendet.  Interessanterweise hat jede Wollsorte ihre eigene Energie (nicht nur weich oder kratzig). Im Moment bevorzuge ich die eher rauhe Schafwolle, im Gegensatz zu flauschigen Alpaka. Schafwolle hat eine langsam schwingende sehr erdverbundene Energie, die mich zur Ruhe kommen lässt. Sie ist widerstandsfähig und hat viele schützenden und wärmenden Aspekte für Körper und Seele. Alpaka schwingt höher, luftig leicht und eignet sich nicht so gut für mich zum erden. Angorahaare sind wie die Kaninchen auch, sehr fein sinnig, sehr flauschig, sehr offen für neues und sensible. Mir gefällt die Verbindung aus schützender Schafwolle und flauschigen Angora im Innenteil eines Kleidungsstücks (zum Beispiel bei Hausschuhen/Socken).

Die Energie des Antriebs

In kreativen Prozessen wird das Ergebnis meiner Arbeit zum Teil von den Energien beseelt, die ich hinein fließen lasse. Diese Energien folgen meiner Aufmerksamkeit. Wenn ich hoch motiviert ein besonders leckeres Gericht kochen möchte, fließt die Energie meiner liebevollen Aufmerksamkeit in den kreativen Kochprozess. Manchmal führt dies jedoch nicht zum gewünschten Ergebnis. Warum ist das so? Welchen Einfluss übersehe ich, dass an diesem Tag das liebevoll gekochte Essen, der sorgfältig gewebte Schal, die sorgsam verrichtete Arbeit im Büro, in einem empfundenen Desaster endet? Ein wesentlicher Aspekt könnte die Energie des Antriebs sein. Diese ursprüngliche, meist unbewusste Energie, scheint einen großen Einfluss auf das Gesamtergebnis zu haben. Wenn mein unbewusstes Gefühl der Angst, die Energie meines Antriebs ist, kann ich mit noch so viel liebevoller Aufmerksamkeit mein Tun beschenken, die innere Verkrampfung der Angst, negativiert mein Ergebnis. Eine ängstliche Antriebsenergie wirkt sich häufig blockierend aus. Sie steht im inneren Konflikt mit dem kreativen Prozess, sodass viel Kraft aufgewendet werden muss, um zu einem Ergebnis zu kommen. Im Gegensatz dazu beinhaltet die Antriebsenergie der Freude, mit liebevoller Aufmerksamkeit ausgeführt, ein großes magisches Potential. Für mich bedeutet das: Ist das Ergebnis nicht wie gewünscht, hinterfrage ich meine Antriebsenergie, um an dieser menschlichen Erfahrung zu wachsen. Interessante Antriebsenergien sind auch sogenannte „Helfersyndrome“ oder „Missionierungssyndrome“ (auch in esotherischen Kreisen) . Hier finde ich es besonders spannend zu ergründen, welche Antriebsenergie wirklich dahinter steckt. Wichtige Hinweise sind die Gefühle und die empfundene Energieaufwendung, die sich beim Betrachten des Ergebnisses einstellen. Das Ergebnis ist wie ein Spiegel meines unbewussten und bewussten Selbst. Es reflektiert alle Energie, mit der es gestaltet wurde. Blicke ich in den Spiegel meines Ergebnisses, kann ich dementsprechend auch meine unbewussten Energien erkennen. Auch wenn es manchmal schwer zu ertragen ist, was diese Spiegelbilder zeigen, reichen sie uns doch immer die Hand, um konstruktiv mit ihnen umzugehen.

Im Alltag heißt das jedoch nicht, dass ich alles hinterfrage und versuche bei allen Tätigkeiten meinen eigentlichen Antrieb zu überprüfen (das wäre ein Angstantrieb). Wenn mein Tun auf einmal sehr anstrengend wird, wenn es nicht so läuft, wie ich es mir vorgestellt habe, dann halte ich kurz inne und frage nach innen: Du liebes Selbst? Steig kurz vom Hamsterrad. Wir überprüfen den Antrieb.